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Was ist Green IT? – Die Rolle der Digitalisierung und der Faktor Mensch (Teil 3)

Während wir in Teil 1 unserer Reihe einen Überblick über das Thema Green IT geben, beschäftigen wir uns in Teil 2 mit konkreten Maßnahmen zur Umsetzung von Green IT im Unternehmen. In diesem dritten und letzten Teil führen wir diese Liste fort und gehen insbesondere darauf ein, welche Rollen das Thema Digitalisierung und der Faktor Mensch dabei spielen.

5. Think before you print: Bewusstere Ausdrucke

Think before you print – was immer häufiger in der Signatur von E-Mails zu lesen ist, drückt sich auch in Statistiken aus: Ein großer Teil aller Ausdrucke verbleiben intern im Unternehmen, nur rund 30 Prozent gelangt tatsächlich in externe Hände. Hochwertige Ausdrucke sind also weitestgehend überflüssig, weil ihr repräsentativer Charakter entfällt.

Der Weg zum vollkommen papierlosen Büro ist zwar noch weit, doch es bieten sich viele Möglichkeiten für ein zeitgemäßes Paper Output Management, mit dem Unternehmen die Umwelt schonen und Kosten sparen können. Papier, Tinte, Toner, Strom, CO2, Müll und nicht zuletzt Zeit – das Einsparpotenzial ist riesig. Möglich wird Print Green durch ein bewusstes Management, Service und Support. Das Konzept schließt neben der Auswahl passender, auf den Bedarf ausgerichteter Drucker-Hardware eine Vielzahl von Optimierungen von Druckeinstellungen und Druckmodi ein: Sparmodi und Duplexdruck etwa für die Reduzierung des Materialverbrauchs, Presets für interne und externe Drucke oder auch ein Controlling-System für Reports und Optimierungspotenziale. Nachhaltige Systemhäuser wie Green IT begleiten Unternehmen bei der Umstellung durch Beratung, Service und Support sowie Fleet Management.

Interessant ist die mittlerweile hohe Akzeptanz von Tintenstrahl­druck­technologie, die sich im Vergleich zu Laserdrucktechnologie durch ihre hohe Umweltfreundlichkeit und Flexibilität ausgezeichnet hat. Probleme von Inkjetdruckern wie Fehlausdrucke durch verunreinigte Druckköpfe oder zu klein dimensionierte Tintenpatronen sind längst Geschichte. Moderne Business Inkjets sind den laserbetriebenen Druckkollegen heute qualitativ mindestens ebenbürtig. Was den Ressourcenverbrauch angeht, sind sie sogar unschlagbar: Business Inkjet benötigt im Vergleich weniger Strom und weniger Tinte, ist langlebiger und verursacht weniger Sondermüll.

6. Moderne Kommunikation: Kollaboration und Digitalisierung

Telefax und stationäre Telefone haben ausgedient. Die Coronapandemie und die dadurch gepushte Arbeit im Home Office hat die Digitalisierung beschleunigt. In ganz großem Stil wirkt sich die notwendige digitale Transformation auf den Bereich der Telekommunikation aus. Moderne, komplexe VoIP-Telefonanlagen tragen dazu bei, dass Endgeräte reduziert und neue Kommunikationswege erschlossen werden. Collaboration-Lösungen wie Teams oder Slack, Jira oder Asana sind nicht nur gemeinsame vernetzte Kommunikationsplattformen für interne Abteilungen, ganze Unternehmen und Externe. Sie sind auch komplexer Teil einer modernisierten Kommunikationsinfrastruktur, eines zentralisierten Datenmanagements und eines veränderten Arbeitsablaufs. Damit sind sie ein entscheidender Faktor für mehr Energieeffizienz, geringere Kosten und höhere Skalierbarkeit je nach Bedarf im Unternehmen.

7. Überall verfügbar: Digitales Dokumentenmanagement

Die Idee vom papierlosen Büro beinhaltet die große Chance, die IT nachhaltig zu wandeln und umweltfreundlich zu gestalten. Tatsächlich wirkt sich eine Umstellung auf papierlose Prozesse aber auf den gesamten Arbeitsprozess aus. Denn ein wichtiger Bestandteil eines geänderten Workflows ist ein nachhaltiges digitales Dokumenten­management (Managed Document Services). Mitarbeiter des Unternehmens können so von überall auf Dokumente wie Präsentationen und Rechnungen zugreifen – von der Erstellung und kollaborativen Bearbeitung über die Archivierung bis hin zur Präsentation bei Kunden und Geschäftspartnern. Cloud Computing spielt hier eine zentrale Rolle und trägt dazu bei, dass die Arbeit Ressourcen schont, Zeit spart und die Effizienz erhöht.

8. Neue Welten: Home Office als Chance für mehr Nachhaltigkeit

Die Coronapandemie hat den digitalen Wandel massiv beschleunigt. Wo mobiles Arbeiten möglich ist, sind viele Angestellte mit ihren Laptops vom Büro des Unternehmens ins Home Office in den eigenen vier Wänden gewechselt. Ein Trend, der jedoch schon vor der Pandemie beobachtet werden konnte und daher auch nach Corona weiter an Relevanz gewinnen dürfte. Die Folge: Videokonferenzen statt teurer und zeitintensiver Geschäftsreisen, weggefallene Fahrtwege zur Arbeit, vielerorts optimierte Logistikprozesse. Die Umweltbilanz vieler Unternehmen hat sich dadurch unerwartet, aber spürbar verbessert. Und es gibt noch viel Potential.

Anteil von Stellenanzeigen mit Homeoffice-Option

Basierend auf über 35 Mio. Stellenanzeigen von Unternehmens­webseiten und Stellenportalen in Deutschland. Schon in 2019, also vor der Pandemie, hat sich der Anteil bereits verdoppelt. Ein Trend, der durch die Corona-Lockdowns erheblich beschleunigt wurde. • Quelle: ifo Insitut

9. Faktor Mensch: Umweltbewusstes Verhalten

Die effizienteste Technik ist nur halb so gut, wenn sie nicht konsequent und effizient genutzt wird. Der größte Multiplikator in der Green-IT-Strategie eines Unternehmens ist der Mensch. Die Sensibilisierung der Beschäftigten für ein umweltbewusstes Handeln ist deshalb ganz bedeutend für einen geplanten Change zu mehr Nachhaltigkeit.

Und Change beginnt oft schon im Kleinen. Den Computer zum Feierabend herunterfahren oder in der Mittagspause den Monitor in der Mittagspause ausstellen – kein großer Aufwand. Auf unnötige Ausdrucke verzichten und so Papier und Tinte sparen – ein gutes Gefühl. Und sogar auf eine Suchanfrage bei Google und Co. zu verzichten, spart umgerechnet etwa vier Watt Strom pro Stunde. Unterstützend bieten sich vorkonfigurierte Standby-Modi und Energiesparfunktionen oder (manuell oder per Smart Home) schaltbare Steckdosenleisten an, um Geräte in den Schlafmodus zu versetzen, solange sie nicht genutzt werden. Elektronischer Detox – gut für Mensch, Technik und Umwelt!

Green IT: Einfach umsetzen

Nachhaltigkeit ist einer der wichtigsten Schlüssel für die Gesellschaft der Zukunft. Die ersten Schritte hin zu einer grünen Zukunft des Unternehmens sind einfach umsetzbar. Nachhaltige Systemhäuser wie GREEN IT nehmen ihren Kunden einen Großteil der Planungen vom strategischen Nachhaltigkeitswandel ab, zeigen praktische Lösungen auf und unterstützen bei der konsequenten Umsetzung und Administration. Und sie beweisen ganz praktisch, dass Unternehmen, kleine und mittelständische wie große, in vielerlei Hinsicht vom Wandel hin zu einer grünen Informationstechnologie profitieren: ökologisch, ökonomisch und sozial.

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