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Green IT verhindert Abschiebung

Flüchtling aus Nigeria bekommt Chance bei der Green IT

„Ich bin glücklich, dass ich endlich angekommen bin“, so Bello Saibu, 20jähriger Flüchtling aus Nigeria und seit dem 1. Mai 2017 Werkstudent bei der Green IT.

 

Nach Jahren voller Grausamkeit inklusive Flucht, Verfolgung und Übergriffen auf seine Familie darf Bello in Deutschland bleiben, sein Mathematikstudium an der TU Dortmund fortführen. Ohne den Einsatz der Green IT wäre dies nicht möglich gewesen. Sein Arbeitsvertrag beim Dortmunder Systemhaus war Voraussetzung, um die Abschiebung zu verhindern.

 

„Ohne uns hätte Bello seine neue Heimat verlassen müssen. Wir geben Bello die Chance, in Deutschland zu bleiben“, so Andreas Heiermann, Generalbevollmächtigter bei der Green IT.„Für uns ist Integration keine lästige Pflicht. Sie ist eine Chance, für den jungen Mathematikstudenten und für uns.“

Im IT Bereich des Unternehmens wurde eine Werkstudentenstelle geschaffen. Das Schicksal und die persönliche Entwicklung des jungen Mannes liegen dem gesamten Team der Green IT am Herzen. Nicht nur aus einem sozialen Auftrag heraus. In Zeiten des Fachkräftemangels, insbesondere im Bereich IT, ist Bello Saibu eine Bereicherung für die IT Spezialisten. Hergestellt wurde der Kontakt zwischen Bello Saibu und Andreas Heiermann über Wolfgang Euteneuer vom Projekt „angekommen - in Deiner Stadt“. 

 „Seit Andreas Heiermanns ehrenamtlicher Tätigkeit als Vorsitzender des Fördervereins der Alfred-Adler-Schule sind wir freundschaftlich verbunden.Wir freuen uns sehr, dass er und seine Kollegen direkt gehandelt haben. Bello ist dort willkommen. Das ist nicht selbstverständlich“, so Euteneuer.

 

HINTERGRUND

 

Wolfgang Euteneuer lernte Bello Saibu im Sommer 2016 im Rahmen eines Fußballprojekts kennen. Dessen Angebot, ehrenamtlich Mathematikförderunterricht zu erteilen, begeisterte ihn, er nahm es dankend an. Bello Saibu ist ein vorbildliches Beispiel der Integration von zugewanderten Jugendlichen.

Bello Saibu, 1996 in Nigeria geboren, reiste im Dezember 2013 als unbegleiteter Minderjähriger in die Bundesrepublik Deutschland ein. Er erlitt heftigste Diskriminierungen aufgrund seiner christlichen Religionszugehörigkeit, erlebte auf grausame Weise Verfolgung durch die

Islamistengruppe Boko Haram. Mitglieder seiner Kirchengemeinde wurden von muslimischen Fulanis in der Kirche angegriffen und verbrannt.

 

Nach seiner Flucht über Spanien nach Deutschland erlernte Herr Saibu in Kürze die deutsche Sprache, sodass die Stadt Dortmund bereits im Sommer 2014 entschied, ihn in die Oberstufe des Leibniz-Gymnasiums einzustufen. Nach nur zwei Jahren erlangte er mit seinen deutschen Mitschülern die Allgemeine Hochschulreife und studiert seit Sommer 2016 Mathematik an der TU Dortmund. Im Freizeitbereich ist er aktives Mitglied bei der Seniorenmannschaft des VfL Schwerte, engagiert sich aber auch in einer christlichen Kirchengemeinde Dortmunds.

 Seine Anerkennung als Asylbewerber wurde im August 2016 abgelehnt, obwohl die Kanzlei Agusil-Kokoschka viele Argumente zur Anerkennung vortrug und es Belege gibt, Nigeria nicht als sicheres Herkunftsland einzustufen.

Als Bevollmächtigter von Herrn Saibu konnte Wolfgang Euteneuer vor dem Petitionsausschuss im Februar 2017 erreichen, dass die Abschiebung nicht erfolgt. In Absprache mit dem Innenministerium und dem Ausländeramt Dortmund darf Herr Saibu sein Studium unter der Bedingung fortsetzen, dass er in Zukunft keine staatlichen Mittel in Anspruch nimmt und den Sozialhilfesatz durch eigenes Einkommen nachweist. Die Green IT ermöglicht ihm dies durch einen Arbeitsvertrag als Werkstudent.